Heilpflanzen

 

 

 

Auf dieser Seite beschreibe ich einige der Heilkräuter mit denen ich am liebsten arbeite. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um einheimische Kräuter, da ich denke, dass ich zur Unterstützung von Krankheiten, Verkühlungen oder Wehwehchen nicht immer Kräuter aus anderen Ländern brauche, denn ich habe diese Schätze von Mutter Erde vor meiner Haustüre. Doch leider wissen viele nicht mehr, um welche Kräuter es sich handelt, oder wofür sie helfen. Ich möchte hier Information darüber geben.

 

Hier ein paar Punkte, die es beim Sammeln zu beachten gibt!

  • Nur Heilkräuter sammeln, die Du auch wirklich kennst!
  • Pflügt Heilkräuter nur dort, wo keine überdüngten Wiesen oder Flächen sind, bzw. nie neben der Straße, sondern auf Wiesen am Land oder auf den Bergen, die Heilwirkung ist dort kräftiger!
  • Plündert nie eine Wiese, damit die Kräuter wieder gut nach- oder weiterwachsen können, sammelt sie an verschiedene Stellen!
  • Heilkräuter haben die beste Wirkung, wenn man sie am Vormittag nachdem der Tau abgetrocknet ist sammelt, wenn möglich bei zunehmenden Mond um den Vollmond herum!
  • Nur junge Blätter und Blüten während ihrer schönsten Blütezeit sammeln!

 

Ich spreche hier auch von Muntermacherkräuter. Das sind Kräuter, die im Frühling als erste Pflanzen ihre Blätter und Blüten gegen den Himmel strecken. Sie enthalten sehr viel Vitamin C, die besonders gut gegen Frühjahrsmüdigkeit wirken und sehr lecker in vielen Gerichten oder auch selbst gemachten "Smoothies" mit Obst gemischt schmecken!

 

 

 

 

 Arnika: (Arnica montana) Das Sammeln von Arnika ist leider nicht möglich, da sie eine sehr streng geschützte Pflanze ist.

Verwendete Teile: Blütenblätter und Wurzel

Eigenschaften: entzündungshemmend, wundheilend, kreislaufanregend, blutstillend

Anwendung: Wunden (Schnitt- Stosswunden) Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, innere Blutungen, Gehirnerschütterung, Lähmung, Schlaganfall, Epilepsie, Rheuma, Gicht

 

 Augentrost: (Euphrasia rostkoviana) Findet man an trockenen Wiesen, Waldlichtungen oder Hängen.

Verwendete Teile: Das ganze blühende Kraut

Eigenschaften: augen- magen- und hautstärkend, zusammenziehend, nervenanregend, schmerzlindernd

Anwendung: Augen- und Magenschwäche, Bindehautentzündungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen

 

 Baldrian: (Valeriana officinalis) Sammelt man am besten an feuchten Waldwiesen, in Ufernähe und Gebüschen.

Verwendete Teile: Wurzelstöcke

Eigenschaften: beruhigend, nervenstärkend, herzberuhigend, schlaffördernd, krampflösend, schmerzstillend, blutdrucksenkend, blähungswidrig, augenstärkend

Anwendung: Menstruationsprobleme, Krämpfe, Migräne, Unruhe, Magen-Darmtrakt, Prüfungsangst, Schlaflosigkeit

 

 Bärlauch - Muntermacherkraut: (Allium ursinum) Gedeiht am besten in Au- oder Laubwälder die humusreich sind.

Verwendete Teile: Zwiebeln und Blätter

Eigenschaften: reinigend, harntreibend, rötend, blutdrucksenkend, antiseptisch

Anwendung: Magen- Darmkatarrhe, Hautausschläge, Bronchitis

 

 Bärenklau: (Heracleum sphondylium) Stark verbreitet auf Wiesen, Auwälder, Bachufern, Gräben.

Verwendete Teile: Wurzel und Blätter

Eigenschaften: anregend, aufbauend, potenzsteigernd, blutdrucksenkend, verdauungsfördernd

Anwendung: Blähungen, Potenzprobleme, Verdauungsbeschwerden, Furunkeln, Insektenstiche, Geschwüre

 

 Beinwell: (Symphytum officinale) Wächst an Bachufern, Gewässerränder, Gräben und feuchten Gebüschen.

Verwendete Teile: Die jungen Blätter und Wurzeln

Eigenschaften: hustenlindernd, blutstillend, stopfend, antirheumatisch, harnsäureauflösend, gewebebildend, wundheilend

Anwendung: Gicht und Rheumabeschwerden, Husten, Prellungen, Verstauchungen, Verrenkungen, Zerrungen, Muskel- und Knochenverletzungen

 

 Beifuß: (Artemisia vulcaris) Findet man fast überall, besonders an Bahndämme, Zäune und Wiesen.

Verwendete Teile: Blätter und Wurzel

Eigenschaften: appetitanregend und verdauungsfördernd

Anwendung: Epilepsie, Magenstörungen, Mundgeruch, Galle- und Leberleiden, Hämorriden, Nervenleiden, Menstruationskrämpfe

 

 Blutwurz: (Potentilla errecta) Gedeiht in Sumpf- und Moorgegenden, auf Magerwiesen und Heideböden.

Verwendete Teile: Die Wurzel und das ganze Kraut

Eigenschaften: blutstillend, stopfend, zusammenziehend, krampflösend

Anwendung: Innere Blutungen, Durchfall, Entzündungen, Wundfieber, Blutarmut, Leberentzündungen, lockere Zähne, vorzeitigem Samenerguss 

 

 Brennessel - Muntermacherkraut: (Urtica dioica) Überall wo Menschen leben, findet man die Brennessel, an Zäunen, Schuttplätzen und Gräben.

Verwendete Teile: Blätter, Samen und Wurzel

Eigenschaften: hautreizend, blutbildend, stoffwechselanregend, durchfallhemmend, blutdrucksenkend, schleimlösend, wassertreibend- und stärkend, blutreinigend, cholesterinsenkend

Anwendung: Gicht und Rheuma, Blutkrankheiten, Durchblutungsstörungen, Magen- Darmbeschwerden, Gelbsucht, Hämorrhoiden, Frauen mit Unterleibsprobleme, Schüttelfrost, Brustleiden

 

 Brunnenkresse - Muntermacherkraut: (Nasturtium officinale) wächst überall in und an Bächen, Flüssen oder Seen, sogar unterm Schnee.

Verwendete Teile: Blätter 

Eigenschaften: anregend, antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend

Anwendung: Husten, Bronchitis, Erkältung, Halsentzündung, Zahnfleischentzündungen, Vitamin C Mangel, Frühjahrskur, Verdauungsschwäche, Würmer, Gallen- und Blasensteinbeschwerden, Blutzucker senkend, Leichte Diabetes, Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Rheuma, Gicht, Epilepsie, Unreine Haut, Leichte Brandwunden, Ekzeme, Juckreiz

 

 Ehrenpreis: (Veronica officinalis) Kann man überall sammeln wo trockene, lichte Waldlichtungen sind und am Waldrand.

Verwendete Teile: Das blühende Kraut

Eigenschaften: blutreinigend, hautreinigend, harn- und schweißtreibend, cholesterinsenkend

Anwendung: Entzündliche Verletzungen, Zahnfleischentzündungen, Mundfäule, Mandelentzündung, reinigt Blut, Leber, Nieren, Verschleimung der Atemwege, Gelbsucht, Atem- und Hustenproblemen, Juckreiz und Ekzeme

 

 Frauenmantel: (Alchemilla vulgaris) Das Frauenkraut wächst auf Fettwiesen und Weiden, aber auch an Bachufern und Gräben zu Hause.

Verwendete Teile: Blätter und das blühende Kraut

Eigenschaften: harntreibend, magenstärkend, wundheilend, stopfend, entzündungshemmend, blutreinigend, milchfördernd, menstruationsregelnd

Anwendung: Stärkung der Gebärmutter, Menstruationsbeschwerden, Unterleibsentzündungen, Geschwüre, Aus- Weißfluss, Fettleibigkeit, Blutarmut, Fieber, Durchfall, Eiterungen, Wunden 

 

 Gänseblümchen - Muntermacherkraut: (Bellis perennis) Man kann es überall auf Wiesen finden oder neben Felder.

Verwendete Teile: Blütenköpfe

Eigenschaften: wassertreibend, schleimlösend, blutreinigend

Anwendung: Husten, Kartarrhen, Gicht, Rheuma, Magenschmerzen, Darmentzündungen, Blutschwämme, Verletzungen wie Quetschungen, Muskelfasern, Geschwüren 

 

 Gänsefingerkraut: (Potentilla anserina) Weit verbreitet auf grasbewachsenen Plätzen, Bächen, Teichen, Gräben und an Wegrändern.

Verwendete Teile: Blüten und Blätter

Eigenschaften: krampflösend, schmerzlindernd

Anwendung: Wadenkrämpfe, Gliederschmerzen, zu starke Monatsblutungen, lockere Zähne, geschwollene Füße

 

 Giersch - Muntermacherkraut: (Aegopodium podagraria) Wächst fast überall als "Unkraut" im Garten

Verwendete Teile: Wurzel, Früchte und im Frühjahr zum Essen die Blätter

Eigenschaften: Vitamin C und Karotin, entzündungshemmend, harntreibend, reinigend

Anwendung: Gicht, Rheuma, Arthrose, Ischias, Krampfadern, bei Verstopfungen, Zahnschmerz und Husten 

 Gundelrebe/Gundermann - Muntermacherkraut: (Glechoma hederacea) Findet man überall auf Wiesen, Feldränder oder Hecken, Gebüsche und Waldränder.

Verwendete Teile: Ganzes Kraut

Eigenschaften: schleim- und steinlösend, heilend, harnsäurelösend, lungenwirksam, magenwirksam, appetitanregend, verdauungsföerdernd

Anwendung: Ohrenschmerzen oder Sausen, Schlafstörungen, zu schwacher Menstruation, Leberschwellung 

 

 Hirtentäschel: (Capsella bursa-pastoris) Bis einer Höhe von 2300 m überall zu finden, wächst für die meisten in Gärten als Unkraut.

Verwendete Teile: Ganzes Kraut

Eigenschaften: blutstillend, zusammenziehend, stuhlfördernd

Anwendung: Unterleibsblutungen, Blutsturz, Bluterbrechen, Nasenbluten, vorzeitigem Samenerguß, Geschwüre in den Ohren, lockeren Zähnen, Diabetis, allen blutenden Wunden

 

 Hufflatich: (Tussilago farfar) An trockenen Wegrändern, Dämmen, Böschungen oder Schuttplätzen

Verwendete Teile: Blüten und Blätter

Eigenschaften: schweiß- und harntreibend, stopfend, schleimlösend, auswurffördernd, erweichend, hustenlindernd, krampflösend

Anwendung: Husten, Lungenleiden, Staublunge, Brust, Hautentzündungen, Fiebersenkung, frische oder entzündete Wunden, Drüsenanschwellung, Heiserkeit

 

 Johanniskraut: (Hypericum perforatum) Ein selten gewordenes Kraut, kommt vor an Wegränder, Waldlichtungen oder Brachflächen

Verwendete Teile: Oberste Drittel des blühenden Krautes

Eigenschaften: entzündungshemmend, nervenstärkend, blutverbessernd, beruhigend, schmerzlindernd.

Anwendung: Depressionen, Sonnenbrand, Schwindel, Schlaganfall, zittrige Gliedmaßen, Magen- und Darmbeschwerden, Unterleibskrämpfe, Blähungen, Bettnässen, Leberleiden, Gelbsucht

 

 Kamille: (Matricaria chamomilla) Man findet sie an Wegränder, Äcker und Böschungen als eine Art Unkraut.

Verwendete Teile: Blütenköpfe und ganzes Kraut

Eigenschaften: entzündungshemmend, wundheilend, krampflösend, antiseptisch, schmerzlindernd, beruhigend, magenstärkend, menstruationsregulierend.

Anwendung: Koliken, Blähungen, Bauchweh, Erkältungen, reinigt Leber und Nieren, Halsschmerzen, Ohrenkrankheiten, Luftwegeerkrankungen, Hämorrhoiden, Asthma, Augen- und Bindehautentzündung

 

 Kornblume: (Centaurea cyanus) Geschütze Pflanze, wächst in Getreide oder Mohnfelder.

Verwendete Teile: Blütenblätter

Eigenschaften: harnsäuretreibend, schwach stopfend, entzündungshemmend

Anwendung: Husten, harntreibendes Magenmittel, Durchfall, Kopfweh, Gelbsucht, Nieren- und Blasenbeschwerden, entzündete Augenlider

 

 Königskerze: (Verbascum densiflorum) Meine Lieblingspflanze, leider nicht mehr so häufig, auf steinigen Abhängen, Böschungen, Schotterwegränder.

Verwendete Teile: Blüten und Blätter

Eigenschaften: erweichend, auswurffördernd, hustenlindernd, blutreinigend, harntreibend, beruhigend, krampflösend, hautreinigend, schweißtreibend

Anwendung: Rheuma, Husten, Bronchitis, Lungenerkrankungen, Durchfall, bei entzündeten Augen, Wunden

 

 Löwenzahn - Muntermacherkraut: (Taraxacum officinale) Kommt überall auf Wiesen vor, besonders auf überdüngte.

Verwendete Teile: Die gesamte Pflanze, samt Wurzeln

Eigenschaften: gallebildend, gallenflussfördernd, nierenanregend, stoffwechselanregend, antirheumatisch

Anwendung: Frühjahrsmüdigkeit, Bindegewebe, Leber, Nieren, Gallensteine, reine Haut, Wassersucht, Milzleiden, Alterserscheinungen, Blutkrankheiten, Fettsucht, Gicht und Rheuma

 

 Lungenkraut - Muntermacherkraut: (Pulmonaria officinalis) In schattigen Laub- und Mischwälder, Waldränder und Gebüsche.

Verwendete Teile: Blätter, Blütenstände, Wurzel

Eigenschaften: schleimbildend, auswurffördernd, gewebefestigend, wundheilend

Anwendung: Lungenkrankheiten, Blutauswurf, Heiserkeit, Hals- und Brustschmerzen

 

 Mistel: (Viscum album) Ein echtes Druidenkraut, sie wachsen als Schmarotzer auf Bäumen

Verwendete Teile: Blätter und die dünnen Stengel

Eigenschaften: blutzuckersenkend, blutstillend, krampflösend, zusammenziehend

Anwendung: Krämpfe, Epilepsie, innere Blutungen, Störung des Blutkreislaufes, Schwindel, schwachem Gedächtnis, Migräne, Kopfweh, Konzentrationsschwäche, Drüsenschwäche, Diabetis und Tumore 

 

 Quendel - Muntermacherkraut: (Thymus pulegioides) Schmackhaftes Kraut das man an Wiesenböschungen, Wegrändern, Ackerrändern und sonnigen Waldlichtungen findet, man sagt zu ihm auch der wilde Thymian

Verwendete Teile: Das blühende Kraut

Eigenschaften: auswurffördernd, antiseptisch, schweiß- und harntreibend

Anwendung: Husten, Bronchitis, Heiserkeit, starke Wehen, Altersschwäche, Blutarmut, Bleichsucht, Wechselbeschwerden, Nervenleiden, Depression, Schlaflosigkeit, Ausschläge

 

 Rotklee: (Trifolium pratense) In der Nähe von Kleeäcker oder in fast allen Wiesen zu finden.

Verwendete Teile: Blütenköpfe

Eigenschaften: krampflösend, harntreibend, östrogenhaltig

Anwendung: Bronchitis, Weißfluss, Augenleiden, Schuppenflechten, Ekzeme

 

 Ringelblume: (Calendula officinalis) Ist in der Regel nur mehr im eigenen Garten angepflanzt möglich.

Verwendete Teile: Blüten

Eigenschaften: wundheilend, antiseptisch, entzündungshemmend, erweichend, blutreinigend, krampflösend, menstruationsregulierend, wurrmtreibend, schweißtreibend

Anwendung: Gallenprobleme, Menstruationsschmerzen, Magenweh, Darmprobleme, Hautentzündungen, Verstauchungen, Quetschungen, Abszesse, Geschwüre, Venen, Nagelbettentzündung

 

 Sauerampfer - Muntermacherkraut: (Rumex acetosa) In feuchten Wiesen, Gräben, Gebüschen und Waldlichtungen zu finden.

Verwendete Teile: Ganzes Kraut

Eigenschaften: appetitfördernd, harntreibend, blutreinigend, leberstärkend

Anwendung: Hauterkrankungen, Entzündungen der Mundschleimhaut, Appetitlosigkeit

 

 Schafgarbe - Muntermacherkraut: (Achillea millefolium)  Man kann sie fast überall finden, besonders an Feld- und Wiesenrändern.

Verwendete Teile: Obere Hälfte des Krautes, im Frühing zum Essen auch die Blätter

Eigenschaften: entzündungshemmend, anregend, antiseptisch, krampflösend, harntreibend, blähungswidrig, verdauungsfördernd, menstruationsregelnd

Anwendung: Magenschwäche, Durchfall, Bauchweh, Blasenschwäche, Regelstörungen, Krampfadern, Gicht, Rheuma, unreiner Haut, Hämorrhoiden, Ausfluß, ausbleibender Menstruation

 

 Scharbockskraut - Muntermacherkraut: (Ranunculus ficaria) In grossen Massen in lichten Wäldern und in der Nähe von Bächen - leicht giftig!

Verwendete Teile: Blätter, Brutknospen, Wurzel

Eigenschaften: blutreinigend

Anwendung: Vitamin C Mangel, Hautunreinheiten, Hämorrhoiden (Sitzbad), Warzen

 

 Schöllkraut: (Chelidonium majus) Man findet sie auf Schuttplätze, Wegränder, Zäune aber auch in Waldnähe - leicht giftig!

Verwendete Teile: Kraut und Wurzeln

Eigenschaften: harntreibend, abführend, schmerzstillend, auflösend, reizend, augenstärkend

Anwendung: Asthma, Bronchitis, Schuppenflechte, Stoffwechselstörungen, Leberprobleme, Warzen

 

 Schlüsselblume - Muntermacherkraut: (Primula officinalis) Geschützte Heilpflanze, wächst an ungedüngen Wiesen in Auwälder und in Laubwälder.

Verwendete Teile: Blüten, Blätter, Wurzeln

Eigenschaften: schleimlösend, harn- und schweißtreibend, beruhigend, schlaffördernd, schmerzstillend, abführend, erweichend, herzstärkend

Anwendung: Herz, Bronchitis, Gicht, Rheuma, Schlaganfall, Husten, Migräne

 

 Stiefmütterchen: (Viola tricolor) An Ackerrändern, in Äckern oder Gärten.

Verwendete Teile: blühendes Kraut und Wurzel

Eigenschaften: harntreibend, hautverbessernd, blutreinigend, schleimlösend

Anwendung: Akne, Hautekzeme, Milchschorf, Blutreinigung

 

 Spitzwegerich - Muntermacherkraut: (Plantago lanceolata) Überall möglich, meist als Unkraut im Garten.

Verwendete Teile: junge Blätter

Eigenschaften: blutreinigend, heilend, kühlend, hustenlindernd, harntreibend, zusammenziehend, zerteilend

Anwendung: Bronchitis, Husten, schwacher Lunge, Ausschläge, Magersucht, schwachem Magen, Verletzungen, blaue Flecken

 

 Taubnessel - weiß und rot: (Lamium album) An Zäunen, Äckern und Wegesränder, hin und wieder auch an Schuttplätze.

Verwendete Teile: Blüten

Eigenschaften: schleimlösend, schmerzlindernd, krampflösend, entzündungshemmend, blutreinigend

Anwendung: Frauenleiden, Weißfluß, Regelstörungen, Juckreiz, Schlafmittel, Nagelbetteiterung, Wunden, Geschwüre, Bronchialleiden, Ohrenprobleme

 

 Veilchen - Muntermacherkraut: (Viola odorata) wächst fast überall in Wiesen, Gärten und Waldränder 

Verwendete Teile: Das blühende Kraut, Wurzel

Eigenschaften: abschwellend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, durchblutungs-fördernd, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweisstreibend, abführend

Anwendung: Rheuma, Gicht, Blasenentzündung, Nierenentzündung, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Epilepsie, Nervosität, Angstzustände, Hautkrankheiten, Ekzeme, Pickel, Hautschuppen, Verrenkungen, Quetschungen, Erkankungen der Atemwege, Magen-Darmprobleme, Gelenksentzündungen

 

 Vogelmiere - Muntermacherkraut: (Stellaria media) Vogelmiere wächst an Straßenrändern, Waldrändern, auf Wiesen, auf dem Acker und im Garten - bis in Höhen von 1.700 Metern. Das Tausendsassa Kraut, wie es noch genannt wird, ist in Europa schon seit der Jungsteinzeit bekannt und ist somit eine sogenannte "Urpflanze".
Verwendete Teile: das ganze oberirdische Kraut

Eigenschaften: blutreinigend, entzündungshemmend (antiphlogistisch), verdauungsfördernd

Anwendung: Blutvergiftung, Verbrennungen, Hals- und Lungenproblemen, Brustfellentzündung, Ekzeme - Geschwüre, Hautprobleme, Koliken, Krämpfe, Krätze, Leberleiden, Magen- Darmproblemen, Nesseln, Rheuma, Schnupfen, Übergewicht, Verstopfung

 

 Waldmeister: (Galium odoratum) Bevorzugt Buchenwälder und dort wo das Immergrün zu Hause ist.

Verwendete Teile: Das blühende Kraut

Eigenschaften: anregend, herzstärkend, harn- und schweißtreibend, keimtötend, beruhigend, schlaffördernd, blutreinigend, leberstärkend, verdauungsfördernd, wurmtreibend

Anwendung: Reinigung der Leber, Schlafmittel, Herzschwäche, Herzklopfen, Harnbeschwerden, Unterleibsprobleme, depressive Verstimmungen

 

 

 

 
Nicht nur Kräuter haben ihre Heilwirkungen sondern auch Bäume und Sträucher. Die Kelten und Germanen haben schon immer Bäume als sehr heilige Wesen angesehen. Bei den Kelten waren z. B. die Eichenpriester die Druiden, da sie der Eiche oder besser gesagt der Mistel die darauf wächst, ganz besondere Kräfte zugeschrieben haben. Auch bei den Native Americans hatten Bäume eine sehr große Bedeutung. Der Baumwollbaum (Pyramidenpappel) wird jedes Jahr als heiliger Baum beim Sonnentanz und die Weide wird für den Bau der Inipi Zeremonie (Schwitzhütte) verwendet.

  

 Apfelbaum: (Pyrus malusa)

Verwendete Teile: Früchte

Eigenschaften: schlaf- appetit- und verdauungsfördernd, fiebersenkend, harntreibend, erfrischend, stopfend

Anwendung: senkt Cholesterin, hilft bei Rheuma, Gicht, Aterienverkalkung, Husten, Heiserkeit, Katarrhen, stärkt die Nerven und ist ein natürliches Schlafmittel, hilft bei Fettsucht, Anämie, Steinleiden und Herzschwäche

 

 Birke: (Betula pendula)

Verwendete Teile: Knospen, junge Blätter, Rinde und Saft

Eigenschaften: wassertreibend, steinlösend, rheumawirksam

Anwendung: hilft bei Wassersucht, Blasenkatarrhen, Gicht, und Nierensteinen, stärkt die großen Drüsen, fördert Stoffwechsel und Zellerneuerung, kann auch bei Hautauschlag und Fußschweiß verwendet werden

 

 Brombeere: (Rubus fructicosus)

Verwendete Teile: Blätter und Früchte

Eigenschaften: stopfend und reinigend

Anwendung: gegen Durchfall und Ruhr, bei überanstrengter Stimme

 

 Buchsbaum: (Buxus sempervirens)

Verwendete Teile: Blätter und einjährige Zweige

Eigenschaften: fiebersenkend, haarwuchsfördernd

Anwendung: rheumatischem Fieber auch Malaria und Lebererkrankungen

 

 Eberesche: (Sorbus ancuparia)

Verwendete Teile: Früchte

Eigenschaften: zusammenziehend, kühlend, ausscheidend, blutstillend, verdauungsfördernd und menstruationsregelnd

Anwendung: sind gegen Durchfall, Gicht, Rheuma, Lungenleiden und hohem Fieber, auch bei Heiserkeit,  und Stimmverlust, Magen- und Verdauungsstörungen, eignet sich auch sehr zum Herstellen von Marmeladen, da die Vogelbeeren einen sehr hohen Gehalt von Vitamin C bestizen

 

 Eiche: (Quercus robur)

Verwendete Teile: Rinde, Blätter und Früchte

Eigenschaften: stopfend, blutstillend, zusammenziehend, kräftigend

Anwendung: Blut im Harn, Darmkatarrh und Koliken, Hämorrhoiden und Ausfluß

 

 Erdbeere: (Fragaria vesca)

Verwendete Teile: Blätter , Wurzeln und Früchte

Eigenschaften: blutreinigend, hautreinigend

Anwendung: Gicht, Rheuma, Blutarmut, Akne, überforderte Leber

 

 Esche: (Fraxinus excelsior)

Verwendete Teile: Blätter, Rinde, Samen

Eigenschaften: stopfend, harntreibend, blutstillend, fiebersenkend, kräftigend, zusammenziehend

Anwendung: hilft bei Blasenerschlaffung, chronischem Muskelrheumatismus, Gicht und Steinleiden. Fieber, Verstopfung, Nierenleiden, Gelbsucht und Leberleiden

 

 Hagebutte: (Rosa canina)

Verwendete Teile: Blüten, Früchte

Eigenschaften: schwach abführend, harn- und schweißtreibend

Anwendung: bei verdorbenem Magen, Nierensteinen, zur Blutreinigung, bei zu starker Regel

 

 Himbeere: (Rubus idaeus)

Verwendete Teile: Früchte, junge Triebe und Blätter

Eigenschaften: entzündungshemmend, stopfend, zusammenziehend

Anwendung: Durchfall, Flechten, Hautausschläge, Nierenstörungen, Frauenleiden, Fruchtbarkeitsstörung, Wechseljahrbeschwerden, erleichtert die Geburt 

 

 Holunder: (Sambucus nigra)

Verwendete Teile: Blüten, Blätter, Früchte, Rinde, Wurzel

Eigenschaften: nieren- und blasenwirksam, schweißtreibend, blutreinigend, hustenlindernd, stuhlfördernd,

Anwendung: reinigt Nieren und Magen gegen Fettleibigkeit, bei Rheuma, trockenem Husten, Heiserkeit, Kehlkopf und Rachenproblemen

 

 Hopfen: (Humulus lupulus)

Verwendete Teile: weibliche Zapfen und Triebspitzen

Eigenschaften: beruhigend, schlaffördernd, verdauungsfördernd

Anwendung: hilft bei Verdauungsschwäche, Leberleiden, Schleimfluß, Gelbsucht, Gallenleiden, Harnverhalten, Nierenleiden, Bleichsucht, Appetitlosigkeit, Krämpfe im Verdauungstrakt, Wassersucht, vorzeitigem Altern, vorzeitigen Samenerguß, Aphrodisiakum

 

 Johannisbeere: (Ribes nigrum)

Verwendete Teile: Blätter und Früchte

Eigenschaften: schweißtreibend, blutreinigend, stopfend

Anwendung: Aterienverkalkung, Durchfall, Rheuma, Gicht, Leberbeschwerden, Arthritis, Lungenerkrankung, Harnwegserkrankung, Blutreinigung, Keuchhusten, Verbrennungen

 

 Lärche: (Larix decidua)

Verwendete Teile: Harz

Eigenschaften: hustenlindernd

Anwendung: Erkältungskrankheiten, Grippe, erleichtert das Atmen

 

 Linde: (Tilia grandifolia oder Tilia parvifolia) Sommer und Winterlinde

Verwendete Teile: Blüten mit Deckblätter, Blätter, Rinde, Samen

Eigenschaften: reizmildernd, schweißtreibend, hustenlindernd, krampflösend, beruhigend, schlaffördernd, blutverdünnend, harntreibend

Anwendung: bei Husten, asthmatische Erkrankung, als Schwitzkur, Aktivierung der Abwehrkräfte, Fieber 

 

 Nussbaum: (Juglans regia)

Verwendete Teile: Fruchtschalen, Blätter und Frucht

Eigenschaften: schweißhemmend, blutreinigend, hautreinigend, entzündungshemmend, nerven- und gedächtnisstärkend

Anwendung: stärkt den Haarboden, zur Blutverbesserung, Blutbildung, Rheumatismus, entzündete Schleimhäute egal ob im Darm, Magen oder Rachenraum

 

 Preiselbeere: (Vaccinium vitis-idaea)

Verwendete Teile: Beeren

Eigenschaften: zusammenziehend und antiseptisch

Anwendung: Harnwegserkrankungen, Entzündung der Blase, der Harnröhre und Nieren

 

 Rosskastanie: (Aesculus hippocastanum)

Verwendete Teile: Blüten, Blätter und Früchte

Eigenschaften: blutreinigend, blutstillend, hustenlindernd, schmerzstillend

Anwendung: wirkt bei Hämorrhoiden, Frostbeulen, Magenkrämpfen, Ohnmachtsanfällen, Gicht, Rheuma, Bandscheibenleiden, Galle- und Milzleiden, Venenentzündungen, Krampfadern, Verdauungsstörungen, Durchfall, Keuchhusten, Neuralgien, zu starker Monatsblutung, hilft bei Haut- und Haarproblemen, Schuppen und Flechten

 

 Tanne: (Abies alba)

Verwendete Teile: frische Triebe

Eigenschaften: hustenlindernd, anregend, erfrischend

Anwendung: Atemwegserkrankungen, Verkühlungen, Grippe

 

 Thuja: (Thuja occidentalis)

Verwendete Teile: Zweigspitzen

Eigenschaften: hautreizend, schmerzlindernd

Anwendung: Muskel- und Gelenksschmerzen, vertreibt Müdigkeit wenn man die Spitzen etwas kaut

 

 Wacholder: (Juniperus communis)

Verwendete Teile: Nadeln Beeren und Rinde

Eigenschaften: nierenanregend, magenstärkend, augenstärkend, entgiftend, harntreibend, blutreinigend, schleimlösend

Anwendung: bei schlechtem Magen, Gicht, Rheuma, Magenschwäche, Durchfall, Sodbrennen, Galle- und Leberleiden, Wassersucht, Asthma, zur Blutreinigung und Harnverhalten

 

 Weide: (Salix viminalis, alba, fragilis, pentandra)

Verwendete Teile: Rinde von 2-3 jährigen Ruten

Eigenschaften: nervenstärkend, zusammenziehend, stopfend, schmerzstillend, blutstillend, fiebersenkend, schweißtreibend

Anwendung: wirkt bei Rheuma Unterleibsschwäche, Blutungen aller Art, Fieber, Kopfschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden, bei geschwollenen Mandeln, entzündetem Zahnfleisch und Zahneiterungen, auch gegen Ausfluss

 

 Weißdorn: (Crataegus monogyna)

Verwendete Teile: Blüten und Beeren

Eigenschaften: herzstärkend, blutdrucksenkend, nervenstärkend, kreislaufstärkend, durchblutungsfördernd

Anwendung: Degenerationserscheinung des Herzens, Stuhlträgheit, Fettsucht, Herzerweiterung, Herzklopfen, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit, Wechselbeschwerden, Verdauungsschwäche, fördert Durchblutung der Herzkranzgefäße

 

 

 

 
Quelle: Die Kräuter in meinem Garten von Siegried Hirsch & Felix Grünberger
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